So hat sich Benni Freitag das Musem Narodowe – Polens Nationalmusem angeschaut. Es ist sehr interessant, denn die Polnische Malerei wird schon immer vom restlichen Europa als langweiliger Kitsch abgetan.Da ist man immer extrem motiviert irgendwelche tollen nicht kitschigen Bilder zu finden oder die These zu widerlegen. So gut das ein Kunstlaie tun kann... In der Tat beschäftigen sich die Künstler sehr häufig mit romantischen Motiven und endlosen Schlachtengemälden, ein bekanntes Beispiel ist das Schlachtengemälde von Tannenberg.
Am Samstag haben wir uns dann die geschichtsträchtige Stadt angeschaut, oder besser das, was davon übrig geblieben ist. Anschließen haben wir uns auf die andere Flussseite der Weichsel begeben. Dort befindet sich der Stadtteil Praga, welcher noch immer von vielen Warschauern aufgrund der Armut und Kriminalität gemieden wird. "Der schlimme Teil der Stadt" Das ganze bessert sich jedoch und es siedeln sich viele Studenten und Künstler dort an. So befindet sich dort eine alte Vodkafabrik aus alten Zeiten, die jetzt als Veranstaltungsort genutzt wird. Ebenfalls auf der anderen Flussseite befindet sich das große Stadion, welches zur Zeit noch friedlich vor sich hin wuchtert und fröhlich vergammelt. Noch, da es zur Europameisterschaft 2014 wieder einsatzbereit sein muss. Momentan aber gibt es um den Bau Polens größten halblegalen Markt, in dem man alles und auch natürlich auch alles andere kaufen kann. Bei "uns" würde man so etwas Polenmarkt nennen, verständlicherweise hier eher nicht…
Abends sind wir dann kurz zu einer Ausstellung zweier junger polnischer Künstlerinnen und eines Österreichers gegangen, da wir freundlicherweise von einer Bekannten eingeladen wurden.
Samstag wurde Purim von der jüdischen Gemeinde gefeiert, von den Polen als "jüdische Karneval" bezeichnet. Das Ganze war ein echter Hammer. Das Ganze geht zurück auf eine Legende, in der eine jüdische Gemahling eines sehr judenfeindlicher König ihn davon abbrachte seine jüdischen Untertanen zu vernichten. Dieser Tag ist sehr wichtig für die Juden und wird demensprechend gefeirt. In der Synagoge muss zum Beispiel immer sehr viel Lärm gemacht werden, wenn der Name des Köigs genannt wird. Das übernehmen meistens liebend gerne die Kinder :) Zurück zum Fest. Viele waren verrückt verkleidet und die ganze Atmospäre war sehr angenehmt. Es lief auch Klezmer und Balkan Folk, Zeug auf das ich in letzter Zeit voll abfahre… Herrlich!
Sonntag war dann leider schon Abfahrt angesagt, ab in den Berlin – Warszawa – Express und Klappe zu, Benni weg!