Posts mit dem Label Studium werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Studium werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 12. September 2012

Neues aus dem Osten

Sehr geehrte FreundeInnen,

es warten Neuigkeiten! Momentan weile ich in meiner geliebten Heimatstadt Berlin! Einerseits um eine einmonate Famulatur zu absolvieren und andererseits natürlich auch um meine Lieben mal wieder in meiner Nähe zu haben. Sprich um mich auf dem weichen Moos der Freunde und Familie zu betten...

In dieser Famulatur schnuppere ich in der Psychiatrie im St. Hedwig Krankenhaus. (nach Wien, Kardiologie und Haifa, Anästhesie)  Ich arbeite auf einer ambulaten Station mit einem für mich sehr interessanten Schwerpunkt, der Migrationspsychiatrie. Der Boss der Station , Frau Dr. Schouler Ocak setzt sich sehr dafür ein, für Patienten mit migrationshintergrund eine passende Behandlungssituation zu schaffen. So haben die Ärzte ein breite Sprachkompetenz und auch die Pfleger und Krankenschwestern sind multilingual und könnten dem bunten Patientenpublikum besser entgegenkommen.
So etwas spricht sich natürlich unter der berliner Bevölkerung herum und so sind wir eine Anlaufstelle für Patienten aus vielen Teilen der Welt. Ganz nach meinem Geschmack!

Heute durfte ich auch an einer interessanten Tagung der Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) teilnehmen. Neben leckeren Häppchen (für Studenten nicht zu unterschätzen) gab es auch inhaltlich einiges geboten. Thema war
Psychisch krank durch Migration? Perspektiven der Migrationspsychiatrie in Deutschland

Da ich mir gut vorstellen kann meine Doktorarbeit auf diesem Gebiet zu schreiben, war die Tagung natürlich ideal für mich. Die präsentieren Zahlen bezüglich der Signifikanz des Themas im Gesundheitswesen sind wirklich beeindruckend und lassen erahnen, dass das Thema sicherlich künftig an Bedeutung gewinnen wird. Und natürlich letzendlich den Patienten helfen wird! Insallah!


Links:
Infos zur Tagung der DGPPN
http://www.dgppn.de/veranstaltungen/hauptstadtsymposium/migration.html

Dienstag, 10. Juli 2012

Den Bericht musste ich dem ERASMUS-Amt schreiben und hab gedacht, das teilste doch gleich im WWW :)


Erfahrungsbericht Erasmus in Istanbul 2011/12 an der Marmara Universität


Humanmedizin


Ich bin Alex., 24 Jahre alt und studiere normalerweise Medizin an der Uni Bonn. Ich habe mich entschieden für ein Jahr nach Istanbul zu fahren um dort ein Jahr lang im Rahmen des ERASMUS-Programmes zu studieren. Eine gute Entscheidung!

Vorbereitet wurde das ERASMUS-Jahr recht gut durch unsere medizinische Fakultät. Man hat sich beworben, viele Formulare ausgefüllt und seine Motivation dargelegt. Dazu habe ich an der Uni noch einen Türkisch-Kurs absolviert.

Ich bin im September in Istanbul angekommen und bin erst mal für die ersten Tage bei einem Kumpel in seiner Wohnung untergekommen. Mein erstes Ziel war es mir eine Wohnung zu suchen in Kadiköy. Für Kadiköy habe ich mich entschieden weil es zwischen meiner recht weit liegenden Uni und dem pulsierenden Zentrums des europäischen Teils lag. Nebenbei ist Kadiköy ein nettes sauberes Viertel mit Kneipen und jeder Menge Studenten. Nach zwei Tagen intensiver Suche per Internet (craigslist) habe ich eine nette Bleibe gefunden in dem ich mein ganzes Jahr gelebt habe mich drei weiteren ERASMUS-Studenten aus England, Belgien und Tschechien. Ich hatte echt Glück mit meinen Mitbewohnern, wir haben uns gut verstanden und viel miteinander gemacht.

Das Studium an meiner Uni hat mir sehr gut gefallen. Als Medizinstudent im höheren Semester kommt man allerdings nicht in den Genuss einen studentischen Campus zu besuchen, sondern man muss mit einem weit entfernten Krankenhaus vorlieb nehmen. Der Standort war auch der große Nachteil. Wir mussten uns jeden Tag pro Strecke eine Stunde durch den zähen Verkehr der Millionenmetropole Istanbul wälzen. Das Krankenhaus lag in einem recht armen aber interessanten Bezirk Istanbuls, Pendik, direkt neben dem Flughafen Sabiha Gökcen. Unsere Mitstudenten waren alle sehr freundlich und haben uns großartig aufgenommen und hatten großes Interesse an uns. Türkische Gastfreundschaft! Es musste immer viel Zeit am Campus verbracht werden da das türkische System sich nicht so stark an Stundenplänen hält. Die Wartezeit haben wir jedoch gut mit türkischen Tee und Kommilitonen überbrücken können.
Der Unterricht hat zu 80% auf Englisch stattgefunden, die Patientengespräche waren aber selbstverständlich nur auf Türkisch zu meistern oder der Hilfe unserer Türkischen Mitstudenten.
Die Qualtät der Lehre hat mir gut gefallen, ich glaube ich habe vieles gelernt an der Marmara Universität.

Was habe ich alles in der Freizeit getrieben? Nun, Istanbul ist wirklich eine riesige Stadt in der alles möglich ist. Man ist permanent auf Achse, trifft Leute, steckt im Stau, trifft wieder Leute, geht zum Sprachkurs, geht auf Parties und wechselt mehrmals am Tag den Kontinent per Fähre. Ich erinnere mich an ein sehr sehr intensives Jahr mit wenig Schlaf und wunderbaren Eindrücken. Mein Freundeskreis bestand im ersten Semester größenteils aus ERASMUS-Studenten, im zweiten Semester dann aber mehr aus Einheimischen, allein aufgrund der besseren Sprachmöglichkeiten. Leute konnte man immer leicht treffen, dauernd gab es irgendwelche Konzerte oder Treffen. Mal wurde in Moda gekocht, im Cihangir im Park gesessen und später auf der Istiklal gefeiert. Oder wir sind einfach per Fähre zu den nahen Inseln geschippert und haben uns am Strand erholt. Sport habe ich in Istanbul außer tanzen fast nichts gemacht. Dafür umso mehr Trompete gespielt. Ich habe mehrere Bands gefunden in denen ich ab und zu mitgespielt habe. Die Musikszene in Istanbul hat mir sowieso sehr gefallen und überarrascht. Von türkischer traditioneller Musik über Electro bis zu türkischem Ska gibt es alles, ich habe es nicht für möglich gehalten!
Zu meiner Freizeit gehören sicherlich auch die Reisen dich ich in der Region unternommen habe. So habe ich einen Monat in Israel verbracht und habe dort das Land bereist und gleichzeitig eine Famulatur absolviert. Sehr empfehlenswert für Medizinstudenten und ein unheimlich interessantes Land. Mit einem Freund vom Sprachkurs sind wir auch im Süden der Türkei gereist (Hatay, Gaziantep, Mersin, Zypern). Zum Schluss habe ich noch den Osten der Türkei in einer dreiwöchigen Tour bereist und habe so noch eine völlig andere Türkei kennengelernt: völlig menschenleer, sehr konservativ, politisch aufgeladen und fast noch gastfreundlicher und herzlicher.

Fazit?! Macht es! Mir hat es sehr gut gefallen, die Türkei ist ein tolles Land. Besonders für uns Deutsche ist eine interessante Destination um besser um unsere türkischstämmigen Mitbürger verstehen zu können.

Mein bestes Erlebnis? Fang ich mit dem schlechtesten an. Ganz ehrlich, viel schlechtes hab ich nicht erlebt. Nur der Nationalismus mancher Türken hat mich geärgert, aber das war nur eine Randerscheinung einer Minderheit an meiner Universität.

So, jetzt zum besten Erlebnis. Vielleicht die Einladungen meiner türkischen Freunde zu ihren Familien bei denen ich zu Gast war, herzlichst und wie ein Freund bewirtet wurde. Das hat mich wirklich sehr beeindruckt, sowohl kulinarisch als natürlich auch von den Gesprächen in denen wir viel über unsere Kulturen und Leben ausgetauscht haben.
Und zu nennen ist auf jeden Fall auch die Energie die in Istanbul und seinen Bewohnern steckt und zu jeder Zeit auf den Straßen zu platzen scheint. Wahnsinn! Dagegen wirkt sogar Berlin dörflich.

Tipps:

·         Lernt die Sprache, je mehr ihr könnt desto besser wird euch das Jahr gefallen
·         Bereist auch das Hinterland der Türkei (Reiseführer Lonely Planet ist gut)
·         Schlaft euch aus bevor ihr in die Türkei reist! J



Den Rest findet ihr selber viel besser heraus, die Einheimischen fragen, die kennen sich eh am besten aus!

Mittwoch, 18. April 2012

Tag in der Leichenhalle

Das war ein Tag heute! Momentan mache ich mein Praktikum in "Adli Tip", also Forensische Medizin Heute waren wir alle eingeladen im Rahmen des Praktikums das für Istanbul verantwortliche Leichenhaus zu besichtigen. Dorthin werden alle Leichen gebracht, deren Todesursache unbekannt ist oder die einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen sind.
Eigentlich hab ich ganz normale Sachen erwartet wie ein gewöhnlicher Herztod älterer Damen, die Besichtigung verlief dann aber doch krass.
Wir kamen direkt in den großen Saal mit acht Liegen auf denen jeder ein Toter lag. Der leitende Arzt hat uns dann herumgeführt, die Todesursache erklärt und uns die Vorgänge erläutert. Es waren sehr spannende Fälle dabei.
Eine mittelalte Frau wurde von ihrem Mann mit einer Schere erstochen, ein älterer Mann ist an einer Methanolvergiftung gestorben (billger Fusel!!!), eine Frau verbrannt, ein Mann hat sich aus dem 7ten Stock gestürzt und war demensprechend zermantscht und zu letzt ein kleiner armer Junge der in einem der leider zu häufigen Verkehrunfälle gestorben ist.
Also eine breite Fülle an sehr berührenden und spektakulären Todesfällen. Selbst als Medizinstudent sieht man das ja nicht alle Tage (ich habe noch nie vorher frische Leichen gesehen, unsere Anatomieleiche in der Vorklinik schwamm schon seit geraumer Zeit in einer Formalinsuppe und sah demensprechend aus).
Von Zeit zu Zeit wurden neue Leichen hereingebracht, irgenwo sauste immer eine Säge und dauernd wurde alles aufgeschnitten und herausgeholt. Ein krasses Bild. Und der Geruch...
Also Pathologe werde ich sicherlich nicht werden, obwohl ich froh bin das mal gesehen zu haben.
Wie fragil und wertvoll doch das Leben ist! Wie schnell es entweicht.....

Das Bild hier entstammt natürlich aus dem Tatort und spiegelt nicht die Realität hier in Istanbul wieder und sicherlich auch nicht die deutschen Verhältnisse....

Sonntag, 16. Oktober 2011

Alltag

 Unser alltägliches Ritual. Dieser feine Bus bringt uns Studenten jeden Tag in das Universitätskrankenhaus. Von meinem Viertel Kadiköy and den Rande Istanbuls nach Pendik. Eine Stunde lang durch den ewig zähen Verkehr von Istanbul. Von einem alteingessenen Stadteil mit langer Geschichte in ein Gebiet, das erst seit kurzem besteht. Und das das größte Wachstum Istanbuls verzeichnet, dabei aber nicht unbedingt eine gute Figur macht. Außer unserem Krankenhaus natürlich, eine Perle, wie ich schon vorher erwähnte. Zum Verkehr, ein türkischer Bekannter von mir witzelte schon, dass in Istanbul 24 Studen am Tag Rushour herrschen- ich glaub er hat sogar fast recht. Die Infrastuktur hinkt einfach dem Bevölkerungswachstum hinterher.Im Bus ist es einerseits recht eng, voller Leute und wenn man Pech hat muss man den Platz einer älteren Person überlassen. Anderseits quasselt man häufig einfach Leute an und macht Smalltalk. Nein, eigentlich wird man selber meistens angesprochen. Auf der Strecke wo der Bus fährt sind nie Touristen und man fällt echt auf wie nen bunter Hund.... Als Ausländer... Also kommen meistens schnell Fragen und man landet in einem lustigen Smalltalk.
Fähre. Auf dem Weg zum Sprachkurs mal eben zu einem anderen Kontinent. Asien- Europa, Europa - Asien. In 20 Minuten, wohlschaukelnd, und natürlich einen türkischen Tee trinkend- Cay- wie es hier heisst. Meist mache ich auch noch schnell meine Türkisch Hausaufgaben, unsere Lehrerin überhäuft uns immer mit spannenden Grammatikübungen! Der Kurs findet dreimal in der Woche statt, sodass ich ziemlich oft "drüben" bin.
 Baklava. DIE türkische Süßspeise. Das Gemisch ist echt empfehlenswert, wenn vielleicht auch für den deutschen Gaumen ein wenig zu süß. Süße bekommt hier echt ne neue Bedeutung. Ihr kennt die Baklavas vielleicht schon aus türkischen Läden in Deutschland. Wenn nicht, solltet ihr das sofort die Tage mal ausprobieren. Am besten noch mit einem schwarzen Tee genießen!
An jeder Ecke sind hier diese Zuckerläden in denen ein bombastisches Angebot an allen erdenklichen Süßspeisen zu haben sind. Das ist echt der Wahnsinn, man könnte meinen, hier entwickelt jeder nen Diabetes nach ner Weile.
Gut, nicht ganz Alltag, aber das coole Konzert gehört trotzdem erwähnt. Gestern abend hat hier eine Band aus Deutschland gespielt, so Jazz Funk Swing- also genau mein Ding.
Club des Belugas, das kann man sich echt anhören!

Die Location ist das Babylon, eine coole Absteige im Herzen des trubeligen eropäischen Teils der Stadt. Die Band kam lustigerweise aus Wuppertal. WUPPERTAL! Das wär der letzte Ort an dem ich so ne Band vermuten würde! :)

www.senfsauce.blogspot.com

Freitag, 23. September 2011

Çay, Köfte und Neurologie

Hallo meine lieben Freunde,

hier mein erstes Zeichen aus Istanbul. Es hat ja ganz schön lange gedauert, bis ich endlich mal ein Lebenszeichen von mir gebe. Immerhin bin ich jetzt schon fast vier Wochen hier!

Istanbul.

Ein wahrer Moloch. Aber ein interesanter. 20 Millionen Menschen auf engstem Raum. Die drittgrößte Stadt der Erde. Häuser so weit der Blick reicht. Türken. Alles voller Menschenmassen, die durch die Straßen schlendern und mindestens genausoviele Läden, die ALLESmögliche anbieten. Im Vergleich dazu wirkt die Kleinstadt Berlin wie ausgestorben. Und wie eine geriatrische Station. Ich habe bisher nur einen kleinen Teil Istanbuls gesehen. Selbst ein "Istanbulu", also ein wahrer Einheimischer, so erzählte man mir, kenne nicht alle Ecken der Stadt. Und das ist auch verständlich. Seit meiner Zeit habe ich noch nie das Ende der Stadt gesehen. Man kann ewig auf riesigen Autbahnen fahren, gesäumt von Beton, Hochhäusern und allen möglichen Konzerngebäuden. Also Pustekuchen mit 1001 Nacht. Aber es gibt auch andere Ecken. Üsküdar, beispielsweise, ein recht konservativer Stadtteil, ist eher bekannt für seine Vielfalt an Moscheen und verwinkelten Gässchen. Istanbul ist echt schwer zu fassen. Es gibt alles. Von Punkrockkonzerten, zu vollverschleierten Frauen. Bettelnde Menschen und Porsche Cayennes, Cay (Tee) und Starbucks. Alles.


Studium

Medizin. Meine Kurse haben recht bald begonnen, also keine Orientierungswochen oder sonstiges, sondern knallhart 5x die Woche Uni Uni Uni. Das Lehrkrankenhaus ist ungefähr eine Stude per Bus- wackel wackel, stink stink- von meiner Wohnung aus entfernt. Für Istanbul ist das aber keine Strecke und ich habe mich damit eigentlich schon arrangiert. Meine türkischen Kommilitonen sind alle sehr sehr freundlich und kümmern sich vorbildlich um uns Ausländer. Aber wen wundert es, vielleicht können nur die Polen es mit der türkischen Gastfreundschaft aufnehmen.In meinem jetzigen Kurs sind noch zwei weitere Deutsche ERASMUS-Studenten mit denen ich gut klarkomme. Ja, nun, die Kurse sind im Blocks aufgebaut. Will heißen, die letzten drei Wochen hatte ich nur Neurologie. Und habe es heute abgeschlossen, sprich den ersten Schein in der Tasche! :)
Erwähnenswert ist zudem die kostenlose(!) Mensa. Herrlich! Das Krankenhaus selbst ist piekfein, modern und, soweit ich das beurteilen kann, gut ausgestattet.

Wohnen

Ich habe meine Bleibe auf der Asiatischen Seite Istanbuls gefunden in dem gemütlichen Kadiköy. Meine Wohnung ist in direkter Nähe zum Bosporus und zur Fährstation. Ich habe ein kleines aber feines Zimmer, ein tolles Wohnzimmer wo mich liebe Leute besuchen können und sehr nette Mitbewohner. Einen Tschechen aus Prag und eine Engländerin aus irgendeinem Kaff in der Nähe von London. Interessante und umgängliche Mischpoke halt. Dazu noch eine Amerikanische Lehrerin, die aber bald ausziehen wird. Leider also keine Türken in der Bude, aber daran arbeiten wir.

Erasmus
Istanbul ist voller ERASMUS-Studenten, ich glaube es sind um die 1000. Eine angenehme Plage, ich hab schon viele nette Exemplare kennengelernt. An meiner Uni jedoch sind wir nur sehr wenige, im ganzen Krankenhaus nur 4 oder 5.

Sprache
Oh mann, Türkisch ist echt schwierig! Ich hab ja in Deutschland schon vorgearbeitet und das war auch bitter nötig Hier belege ich jetzt einen Sprachkurs, indem ich hoffentlich viel mitmnehmen werde. Viele Türken sprechen wirklich fast kein Englisch, insofern bin ich echt motiviert. Jeden Freitag, also auch heute, hab ich zum Beispiel von 18-21 Uhr den Kurs- ne bittere Pille um die Uhrzeit. Andererseits ist der Kurs mitten im europäischen Teil, wo wirklich die Post abgeht. Ihr müsst das gesehen haben. Die Gegend wirkt so wie ... wie.... wie. Ehrlich gesagt fällt mir kein guter Vergleich ein. Ich werde über einen Nachdenken!


www.senfsauce.blogspot.com

Dienstag, 9. August 2011

Bonn adé - in Kisten verpackt


So schnell kann es gehen. Bevor mir alles klargeworden ist sind schon 3 Jahre Studium um. Und nun geht es ein Jahr nach Istanbul, irgendwo in den fernen Osten. Oben ein Bild von einem schönen letzten Abend in der Kessenich-Wg. Unten der fleißige H, der mir beim Umzug half. Ja und hinter ihm die kümmerlichen Reste meiner jetzt aufgegebenen Wohnung. Das letzte Frühstück in Bonn fand mit limitiertem Geschirr auf einer Umzugskiste statt. Man beachte den tollen Stuhl, den hab ich kurzerhand verschenkt auf dem Flohmarkt dirket vor der Tür. Man kann ja nicht alles behalten.

Montag, 22. Februar 2010

Semesterferien!!!!

 
Posted by Picasa


Was für eine Wohltat, endlich hab ich Semsterferien!!! Das Bild stammt noch aus der "heissen Lernphase" für Physiologie in dem Theologischen Institut. Da lernt es sich nämlich sehr gut.

Sonntag, 13. September 2009

Wasserträger und Pro 7


Pflegepraktikum im Helios Berlin-Buch

Hier ein kleiner sneak-shot. Nennt man doch so, oder? Hab ein wenig verstohlen mein Handy während einer Dienstpause hochgehalten und dieses recht verwackelte Bild produziert- hat zum glück auch keiner gesehen.
Im Krankenhaus? riiichtig, ich mache über die Sommerferien grade ein zweimonatiges Pflegepraktikum. Für uns Mediziner sind 3 Monate vorgeschrieben, womit ich ja, zusammengerechnet mit dem einmonatigen Warschauer Praktikum fertig wäre!
Die Arbeit ist recht anstrengend, macht aber (meistens) auch großen Spass. Man ist immer auf Achse, nah an den Patienten und kann ne Menge machen. Nur nach dem Feierabend ist nicht mehr viel drin. Ausgelaugt. Also Hut ab für die Krankenschwestern, die haben echt einen knochenharten Job. *clap clap*
Hier ein kleiner Einblick: Neulich kam ich vom Frühdienst (um vier aufstehen) nach Hause und wollte ein wenig Literatur konsumieren. Kaum hatte ich das Buch in der Hand überkam mich die Müdigkeit. Spiegel lesen ging auch nicht mehr. Und schlafen? Gott, es war doch erst Nachmittags. Aber was tun? Zufrieden war ich erst als ich dann endlich vor der Glotze saß. Richtig schön passiv berieseln lassen! Pro7 oder so. Ertappt :)

Den ersten Monat war ich auf der Gefäßchrirurgie, jetzt ist die Unfallchirurgie dran. Auf der Gefäßchirurgie liegen eher die alten Menschen, sprich viel Pflege und herzhafte Schwätzchen über Wetter und Wehwehchen. Auf der Unfallchirurgie ist das unfreiwillige Publikum eher jünger und die Fälle sind viel bunter. Da liegt vom Katzenbiss bis "vom Baum abgeschabt" alles. Von letzterem natürlich mehr, viel Motorrad und Autovollschaden. Ich arbeite wie die Krankenschwestern im Schichtdienst. Mal Frühdienst, mal Spätdienst und dann wieder alles von vorne.
Einerseits freue ich mich schon riesig auf den Semsterbeginn (und natürlich auf das Praktikumsende), andererseits nehm ich sauviel mit und bekomme echt tolle einblicke. Korrigiert mich wenn ich falsch liege, aber ich glaube ich werde nie wieder näher an den Patienten kommmen als jetzt - Als Wasserbringer(mit oder ohne Sprudel?), Gesäßputze, Tansporteur, Beschwatzer und Praktikant für alles.

Dienstag, 26. Mai 2009

Re: Freies Mikroskopieren?

Was ist freies mikroskopieren?

Hab mich ja über die Frage gefreut :)
Im Rahmen unseres Histologie (Gewebe)-Kurses haben wir die Möglichkeit in unserer Freizeit zum Mikroskopiersaal zu gehen und Präparate erkennen üben. Sprich Freizeit verpulvern, was der Medizinstudent natürlich gerne macht- ihr seht ja wie Proppenvoll der Saal ist. Man kriegt nen Kasten mit vielen Slides von allen möglichen Körperecken die man nun identifizieren kann. Fast so spannend wie ein guter Sonntagabend Tatort!
Nun ja, ich denke das Üben hat auch viel gebracht. Zum Testat bekommt man nämlich dann auch wieder unbekannte Ultradünnschnitte auf Glas, deren Gewebestruktur man erkennen muss. Das meiste sieht anfangs ziemlich gleich aus, was sich aber glücklicherweise mit ein ein wenig Übung ändert...
So, jetzt werd ich gleich zu dem oben genannten Testat gehen- Huuuuuu.
Grüße

Freitag, 28. November 2008

Kunst


Kunst ist überhaupt nichts, wenn sie nicht neu ist. -Karl Friedrich Schinkel



Cooler Spruch, oder? Nur treibt es den Wert seiner Kunst nicht unbedingt in die Höhe. Nun gut, er ist ja schon seit einer Weile tot. Nur seine schönen Hütten stehen noch, wie das obige Schauspielhaus in Bonn. Äh, Berlin natürlich!

*News-feed: Kurz zum Studium. Nächste Woche erwartet uns Erstsemster-Mediziner die Chemieklausur mit dem Thema Anorganik. Sprich über alles was kracht, stinkt und dem Laboranten um die Ohren fliegt. Lustigerweise gibt es praktisch kein anderes Gesprächsthema mehr. Die einen machen sich verrückt und die anderen machen sich lustig über die Sich-verrückt-Macher. Aber alle Lernen. Nun gut, der Spuk ist Freitag ja hoffentlich vorbei, ihr könnt mir ja die Daumen drücken! :)

Sonntag, 16. November 2008

Fotos aus Bonn


Ich habe euch ja ein wenig auf die Folter gespannt mit Neuigkeiten. Nun, Hannes hat mich über das Wochenende in Bonn besucht. Die Kamera musste ich erstmal von unzähligen Staubfuseln befreien und hab ein paar Fotos von der Umgebung geschossen.Seht selbst. (Hannes und ich vor einem Exponat im Haus der Geschichte- und wackelnde Hand des Museumswächters; Ich in einem netten Café mit Brille probenweise- man weiß ja nie; Wohnzimmer in meinem Wohnheim)

Dienstag, 14. Oktober 2008

In der Bib...

Bib steht kurz für Bibliothek und wir ihr schon erkennen, könnt zeig ich mich stolz mit meinem Buch für Chemie in dem ich jetzt ab und zu mal blättere...

Samstag, 11. Oktober 2008

Früh Kölsch, Studium und Wohnung

Ein kurzes Update, für alle neugierigen.

Das Studium hat ziemlich turbulent begonnen und zwar mit einer Fahrt der Erstsemester Mediziner geleitet durch die Fachschaft. Das Ziel war eine kleine Jungendherberge auf den Hängen von Wuppertal.Sehr Malerisch. Ich meine sogar in der dritten Klasse dort auf einer Klassenfahrt gewesen zu sein und im Essenssaal meine erste Disko erlebt zu haben- Backstreetboys, das schwingt noch mit im Kopf, ich glaube es war ziemlich schrecklich...

Die Erstiefahrt war jedoch sehr erfreulich. Wir hatten ein großes Programm, tagsüber wurde an dem Programm gearbeitet dass wir an darauffolgendem Montag den restlichen Studenten vorgeführt haben und abends wurde, ihr werdet es sicher schon erraten haben, extrem wenig geschlafen. Ich habe mich bei der Sketch-Gruppe beteiligt und es kam ein recht unterhaltsames flaches und ironisches Stück über den Krankenhausalltag heraus, der Titel passenderweise "Blood Sex und Krankenhaus". Feine Sache, ich glaube den anderen hat es gut gefallen. Vielleicht kann ich ein paar gute Fotos auftreiben.

Mein Zimmer habe ich auch hergerichtet. Meine Muddi ist aus Berlin gekommen und hat ein paar Möbel und Sachen mitgebracht und den Rest haben wir bei IKEA nachgekauft. Jetzt steht mein 8,85m² Saal proppen voll und sehr gemütlich. Fotos werde, und glücklicherweise kann ich, auch machen, dank des Weitwinkelobjektivs meiner Kamera.

Die letzte Woche wurde getroffen und kennengelernt unter den Studenten und jetzt am Montag geht das große Spektakel los: die Vorlesungen!! Ich bin schon saugespannt und hoffe dass die Profs sich anstrengen :)