Mittwoch, 12. März 2008
Dienstag Abend in Saskia Kempa
Heute lief schon der Fernseher als ich kam. Nachdem Sie geöffnet hatte, huschte sie auch schon schnell ins Wohnzimmer an den Fernseher. Der Herr ruhte sich noch aus und lag im Bett.
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Okay Break! Ich komme schreibtechnisch nicht ohne Namen aus,Ergo ich gebe den beiden einfach fiktive typisch Polnische Namen: Karolyna und Patryk… Voila!
Suuuper, ich jetzt muss ich nicht mehr mit irgendwelchen hölzernen Begriffen wie„ das ältere Ehepaar“ blablaa quietschen!
Von nun an also immer Feierlich: Familie Kowalski, bestehend aus Karolyna und Patryk, beide um die 90 Lenzen jung….
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So. Karolyna huschte also mit ihrem Rollator schnell an die Flimmerkiste und Patryk lag noch in seinem Zimmer. Das bedeute das der normale Besuchsablauf heute eindeutig anders verlaufen musste. Normalerweise warten beide schon mit schwarzen Tee und Gebäck auf mich um eine Weile zu schwatzen um daraufhin zu der besagten Flimmerkiste mit mir zu wandern.
Man macht sich natürlich immer Gedanken, warum, wieso und überhaupt. Sprich: Haben die beiden kein Bock auf den holperigen Smalltalk mit mir auf Polnisch? Ich habe es leider nicht herausbekommen und setzte mich einfach neben Karolyna vor den Fernseher: Jaka muzya wygrał* - ein typisches Nachmittagsprogramm, in der Leute bekannte Lieder so schnell wie möglich erkennen können. Auf polnisch natürlich J Karolyna wirkte um zur Frage zurückzukehren ein wenig verstimmt, aber meine Befürchtungen haben sich zum Glück nicht bestätigt.
Später kam dann noch Patryk und wir haben uns doch ein bisschen bei Tee unterhalten und später noch eine Kriminalserie geguckt. Während des Fernsehprogramms werde ich dann lustiger weise von den beiden immer aufgeklärt was grade in der Sendung passiert. Von den beiden, aber gleichzeitig! Oftmals sprechen dann beide zur gleichen Zeit und ich habe immer Mühe mich für eine Erklärung und Person zu entscheiden. Generell spricht Karolyna aber deutlicher und langsamer weshalb ich meist dann ihr zuhöre. Außerdem scheint es Patryk nicht zu stören wenn ich lieber seiner Frau mein Ohr schenke. Die Erklärungen sind aber auch bitter nötig denn die lieben Fernsehmannis sprechen verdammt schnell.
Nach der Sendung habe ich mich dann auf den Weg zu einem Konzert gemacht in der Synagoge, in der ein Sax-Quintett aus Jerusalem gespielt hat. Tolles Erlebnis, es war mein erstes Mal in dieser einzig erhaltenen Synagoge in Warschau**.
*so ähnlich…
**Es gibt wohl noch eine andere kleine irgendwie im Osten von Warschau
Freitag, 7. März 2008
Browner Tag
Darin bieten wir der Regierung an englische Schüler die Auschwitz besuchen in Warschau zu empfangen und mit ihnen zu diskutieren.
Wie dem auch sei, das Schreiben ist fast fertig, aber es ist mir ein krasser Fehler unterlaufen. Zum Glück haben Kollegen den gefunden :) seht selbst...
“The foundation of the Polish-German reconciliation and its head of the board, Dariusz Pawlos noticed with a highly interest that Great Britian will send students to the German concentration camps in Ausschwitz…”
Heute abend besuche ich wieder mein älteres Ehepaar und werde dem Mann diesen Brief auch noch einmal zeigen. Er spricht sehr gut Englisch, daher kann ein weiterer Korrektor nicht schaden. Zumal er sich darüber sicherlich freut wenn er das lesen kann...
Montag, 3. März 2008
Risibisi- Kuddelmuddel- Wirrbericht
Mit dem Amsterdam Bericht wird es vorerst nichts werden, es gibt andere Sachen zu berichten die Priorität besitzen.
Erst einmal eine mir sehr peinliche Korrektur, der deutsche Fernsehheld heißt natürlich nicht Andres Möller wie der bekannte und glorreiche Fußballer*, sondern Steffen Möller - danke Karo!
Zweitens geht es grade gut voran mit meinem Polnisch, diese Woche geht es in die zweite Runde mit meinem Sprachkurs und des weiteren habe ich zwei regelmäßige Tandempartner.
Tandem? Im Tandem eine Sprache zu erlernen bedeutet, dass sich zwei Personen mit unterschiedlicher Muttersprache gegenseitig die jeweils fremde Sprache beibringen. Grundsätzlich können sich die beiden Partner persönlich treffen (Präsenz-Tandem) oder per E-Mail, Telefon oder mit anderen Medien lernen (eTandem). Das Lernen kann auf unterschiedliche Weise geschehen, mit Vorlagen, Lehrbüchern oder einfach im lockeren Gespräch. Oft hängt die Übungsmethode davon ab, wie gut man die Fremdsprache schon beherrscht. Beim klassischen Prinzip gilt: Die Hälfte der Zeit wird der einen Person gewidmet, die andere Hälfte der anderen Person. So können sich zum Beispiel ein Portugiese und ein Deutscher eine halbe Stunde auf Deutsch unterhalten und anschließend eine halbe Stunde auf Portugiesisch. Bei neueren Ansätzen wie bei TandemScout sind auch z.B. "Dreiecks-Beziehungen" möglich: Der "Lehrer" muß nicht unbedingt von seinem "Schüler" lernen, sondern kann die beim Gespräch verdienten virtuellen Währungspunkte für den Unterricht bei einem anderen Lehrer - ggf. auch in einer anderen Sprache (!) eintauschen. Diese Sprachlernmethode gilt als sehr effektiv, da sie den Fremdsprachenlerner zwingt, aktiv zu kommunizieren. (Aus Wikipedia)
Letzte Woche hatte ich übrigens ein sehr angenehmes Erlebnis bei meinem Ehepaar das ich besuche: Da ich vom jüdischen Institut kam und dort immer meinen Laptop brauche, ihn also ihm Rucksack dabei hatte, konnte ich ihnen allerlei Fotos zeigen.
Die beiden, mit ihren 90 Jahren schon etwas betagt, waren sichtlich begeistern von der „neuen Technik“ und klebten förmlich am Bildschirm. Ich habe ihnen ein paar Amsterdambilder gezeigt und natürlich beteuert, dass ich das Rotlichtviertel nicht besichtigt habe. Gezeigt habe ich außerdem natürlich Familienbilder, Freunde etc. Die beiden habe sich richtig gefreut!
Ich glaube das Ganze hat uns einander näher gebracht, sodass vielleicht deshalb der Mann kurze Zeit später anfing von seinen Erlebnissen im KZ- Stutthof bei Danzig zu berichten. Ich habe leider nicht alles verstanden aufgrund der schweren Vokabeln, aber das Grundgerüst schon- es war sehr beeindruckend! Schon irgendwie komisch der dass erleben musste und einfach so nun vor mir saß. Und vor allem nichts gegen mich hegt, Hut ab! Für mich sehr komisch war, dass er inmitten der Erzählung abbrach um die Nachrichten zu schauen. Kurz darauf saß ich also mit ihm vor der Glotze als ob nichts gewesen wäre...
Montag, 4. Februar 2008
Nach 3l Schweiß ein Projektbericht...
Nun ist es so weit, mein Projektbericht steht in den Startlöchern!!! Es mag unglaublich klingen, aber irgendwie konnte ich mich doch motivieren an dem Teil zu arbeiten und es fertigzustellen.
Dankend erwähnt werden muss hier Kamil, der heldenhaft Korrektur gelesen hat und hoffentlich die übelsten Schnitzer entdeckt hat.
Das Ganze hat unter anderem so lange gedauert, da mein Sendungsbedürfnis durch diesen Blog schon ziemlich ausgefüllt ist und ich in den Projektbericht eh ähnliches hätte schreiben müssen.
Aber es musste einfach sein. Da dachte ich mir ich bin schlau und kopier einfach die passenden Texte aus dem Blog raus und verwende sie- falsch gedacht, stilistisch und erst recht grammatikalisch hab ich ja nen ganz schönen Stuss fabriziert hihi...
Habe das ganze halt noch einmal überarbeitet und auch auf den neusten Stand gehievt - bin mal auf die Reaktionen gespannt. Ich habe darin so ungefähr 20 mal für meinen Blog geworben, vielleicht nervts ja... :)
Kennt ihr Rapidshare? Die Seite ist ja eher bekannt fürs illegale Herunterladen von Kinofilmen , aber ich habe einfach mal meinen Projektbericht im Doc-Format hochgeladen und hier tatataaa ist der Link:
http://rapidshare.com/files/89100201/fProjektbericht.doc.html
Lustigerweise schmückt sich die Seite ganze 4.5 Petabyte Speicherplatz zu haben... Petabyte!
PS: Falls du grad ein offizieller Förderer bist ,der das liest, du bekommst den Projektbericht natürlich per Post und extrem persönlich zugesandt!!!
PPS: Unwort des Tages: Projektbericht -dieses Wort habe ich heute schätzungsweise 23,47 mal verwendet *ätz *
Mittwoch, 30. Januar 2008
Besuch bei meinen alten Leuten
Wie dem auch sei, deren Tochter hat mir aufgemacht und alles war gar nicht so schlimm. Meine lieben alten Leue waren jedoch gar nicht ansprechbar, da sie beide im Bett lagen und eine Erkältung auskurieren mussten. Die beiden mussten sogar antibiotika schlucken, mensch mensch mensch.. Ein Glück dass die Tochter zufälligerweise grade da war und sie bekochen konnte, denn normalerweise wohnt sie mit ihrer ganzen Familie in Bonn.
Ich bin dann auch gar nicht soo lange dort geblieben, da die beiden ja nicht ansprechbar waren. Dennoch hab ich mich ein wenig mit der Tochter unterhalten, Tee getrunken und ein wenig typisch polnische Suppe gelöffelt.
Interessanterweise hat sie mir etwas aus der Geschichte der Eltern erzählt. Da ich die beiden ja nicht zwingen will und eigentlich auch nicht sollte, was früher so allen in ihrem Leben abging, war das ein willkommenes Thema. Nur so viel habe ich herausgefunden, dass die Mutter während des Krieges ein platonisches Verhältnis mit einem Deutschen Soldaten hatte und ihr späterer Mann im Konzentrationslager von Gdansk inhaftiert war. Das muss eine ganz schöne Überwindung für den Mann bedeutet haben diese Begebenheit seiner Frau zu akzeptieren.
Allzu lange Zeit hatte die Tochter allerdings nicht, da sie ja jetzt den Haushalt schmiss und ich habe mich auf den Weg nach Hause gemacht. Bin natürlich prompt in den falschen Bus und hab erstmal gut Zeit in den Sand gesetzt, zumal ich an dem Abend echt nen Programm hatte. Schwimmbad, Telefonieren und dann zu ner Jam Session.
Schließlich fand sich kein Begleiter zu der Session *na nam gucken, müde, jam session? neee, und so weiter* und alleine gehen wollte ich auch nicht und so bin ich nur schwimmen gegangen, war aber sehr toll- ordentlich ausgepowert!!
Jam Session- Da nehme mir seit Wochen (!!!) vor endlich mal den Schuppen auszuchecken und komm nie dazu. Immerhin will ich eines Tages da mal mit meiner Kanne hin und ordentlich was ablassen… *also Trompete spielen (Alex-Deutsch Deutsch-Alex)*